Salzmiere



Salzmiere

Die Salzmiere – (Hockenya peploides) ist eine typische Art in der vorderen Strandzone auf den Strandwällen und Vordünen der Küste. Hier wächst sie neben salz- und stickstoffliebenden Vorstrand-Gräsern wie Strandroggen und Binsenquecke, aber auch noch den Pflanzen des Spülsaumes wie einige Melde-Arten.
Sie ist ein Nelkengewächs mit gelbgrünen dickfleischigen Blättern, das sich durch dichte Ausläufer noch bei mäßiger Sandverwehung gut behaupten kann. Auch ein Materialabtrag wird wie bei anderen Pflanzen des Strandes ebenfalls gut ertragen. Aus metertief verankertem Wurzelwerksystem kann sie wieder austreiben, besonders wenn es sich wie hier um einen festen steinigen Geröll-Strandwall handelt.
Die Salzmiere wird 10 bis 30 cm hoch und blüht mit kleinen fünfzähligen weißen Blüten vorwiegend im Juni und Juli. Danach bildet sie reichlich Samen tragende Kapseln aus. Die dickfleischigen Blätter gehen auf eine sogenannte „Salz-Sukkulenz“ zurück, d.h. die Pflanze speichert das Salz wie viele andere Küstenpflanzen im Pflanzenkörper. Der Salzgehalt im Zellsaft bleibt dabei immer etwa gleich dem Salzgehalt im Boden (bzw. dem Wasser im Boden) der Bodenlösung. Die Pflanze reguliert den Salzgehalt also durch Zunahme des Blattvolumens.